Ich bin da

Es gibt Bücher, die überraschen. Es gibt Bücher, die man unterschätzt.

(C) Impuls Verlag

Auf das Buch von Konstanze Quirmbach „Ich bin da“, das im Impuls Verlag erschienen ist, trifft beides zu.

Als ich vor wenigen Wochen das Buch erhalten habe, legte ich es zuerst zur Seite. Der Untertitel „Sich selbst bewusst wahrnehmen. Mit Affirmationen dem Leben positiv begegnen“ hat mich nicht auf Anhieb angesprochen. Mir geht es gut, ich stehe dem Leben sehr positiv gegenüber und traue mich selbstbewusst zu sein. Was kann mir schon Neues so ein Buch geben? An einem gemütlichen Sonntag-Nachmittag nahm ich das Buch doch in die Hand und begann zu blättern. Dabei erlebte ich die erste Überraschung. Das Buch fühlt sich wunderbar an. Sein angenehmes, glattes Papier vermittelt Wertigkeit, das großzügig bemessene Layout des Schriftbildes macht das Lesen sehr angenehm und die dezenten, warmen und weichen Farben vermitteln Geborgenheit.

Also begann ich zu lesen, von der ersten Seite an. Das war gut so, weil im ersten Teil der Leser sehr wichtige Informationen zum Umgang mit dem Buch vermittelt bekommt. Anders als bei einem Roman geht es hier nicht um „ordentliches“ Durchlesen, sondern um subjektive Findung der Stellen, die einen direkt ansprechen und betreffen.

Es bietet eine Fülle an Affirmationen, die in acht Themengebiete von „Ich bin da“ über „Ich sehe die Welt“ bis hin zu „Die Reise fortsetzen“ unterteilt sind. Überraschenderweise bleibt es nicht bei den Affirmationen alleine, sondern sie werden durch Übungen, Tipps und erklärenden Texten begleitet. Diese Mischung aus Anregungen zum Nachdenken, praktischen Übungen und nützlichen Informationen macht das Buch für mich einzigartig. Ich habe es zuerst völlig unterschätzt.

Die dritte Überraschung erwartete mich im letzten Kapitel, das Martha M. Fritsch verfasst hat. Sie verknüpft die Affirmationen mit Yoga, genauer gesagt mit der Übung „Gruß an die Sonne“: „Sie bezieht den gesamten Körper und eine Vielzahl von Muskeln, Knochen, Gelenken, Organen und Nervenbahnen werden stimuliert. (…) Der Sonnengruß kann die Stimmung anheben und die Empfindung hervorrufen, dass sich Wärme, Licht und Lebensenergie der Sonne im Körper ausbreiten.“ Ich habe es, obwohl ich Yoga-ungeübte bin, ausprobiert und kann bestätigen: das stimmt!

Seit dem erlebnisreichen Sonntagnachmittag nehme ich das Buch regelmäßig in die Hand. Wenigen Minuten zwischendurch reichen aus, um sich von einer Affirmation inspirieren zu lassen, den Alltag zu vergessen und etwas für sich selbst zu tun. „Affirmationen anwenden, kann sich zu einem Ritual entwickeln“, stellt Frau Quirmbach fest. Ich denke, genau das ist auch bei mir passiert. Das Buch ist zu einem Begleiter des Alltags geworden. Ich empfehle es allen, die bewusster, achtsamer und bejahender durchs Leben gehen wollen. Doch auch in schwierigen Situationen, zum Beispiel in der Trauer, können die Affirmationen Lichtblick, Trost und Hoffnung spenden. Sie machen die Wandlung des Lebens begreifbar.

Wenn Sie noch nach einem Weihnachtsgeschenk für Ihre Lieben oder für sich selbst suchen, dann haben Sie es vielleicht gerade gefunden.

Dieser Beitrag wurde unter Literatur, Ratgeber, Rituale abgelegt und mit , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>