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Archiv des Autors: Hedwig Seipel
Mehr Besucher auf der Messe “Leben und Tod”
Die „Leben und Tod“, die vom 10. bis 11. Mai 2012 in der Messe Bremen zum dritten Mal stattfand, zählte in diesem Jahr 3.454 Besucher.
(C) Messe Bremen / Jan Rathke
„Das ist eine erneute Steigerung um rund zehn Prozent. Das zeigt, dass sich immer mehr Menschen mit diesem schwierigen Thema auseinandersetzen“, sagt Andrea Rohde, Bereichsleiterin Fachmessen bei der Messe Bremen. „Wir freuen uns sehr über den Zuspruch und den deutlichen Aufwärtstrend dieser ungewöhnlichen Veranstaltung. Auch bei den Ausstellerzahlen konnten wir ein Plus verzeichnen. Im vergangenen Jahr waren es 96 Aussteller, in diesem Jahr 111. Der Erfolg der Veranstaltung ist ein weiteres Zeichen dafür, dass das Thema in die Gesellschaft zurückkehrt.“
Die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) ist ebenfalls sehr zufrieden mit ihrer Typisierungsaktion im Rahmen der Leben und Tod. „Insgesamt konnten wir 202 potenzielle Spender typisieren. Wir freuen uns über jeden einzelnen Spender, denn jeder könnte ein Leben retten“, sagt Stefanie Doss von der DKMS.
Die nächste Leben und Tod findet statt vom 16. bis 17. Mai 2013. Mehr Informationen gibt es unter www.leben-und-tod.de
Quelle: Pressemitteilung Messe Bremen
Veröffentlicht unter Pressemitteilungen, Termine
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Eigene Wege gehen – auch bei der Trauerfeier
Ich freue mich sehr, Ihnen heute wieder einen Gastbeitrag von Frau Heister, erfahrener Trauerrednerin und Trauerbegleiterin präsentieren zu dürfen.
(C) Heuse-Bestattungen
„Hinterlasse ich eigentlich eigene Spuren oder laufe ich nur auf den Trampelpfaden der Gesellschaft?“ diese Frage stellte mein Kollege vor zwei Wochen in den Raum. Eine bedenkenswerte Frage auf die meisten Menschen gerne mit „ich gehe meine eigenen Wege“ antworten würden.
ich auch, um ehrlich zu sein. Wer will schon stromlinienförmig angepasst sein? Das erinnert doch fatal an Spießigkeit und vernünftige Anpassung.
Interessanterweise hört für viele Menschen spätestens nach dem Tod die Individualität auf und die Trauerfeiern nach hergebrachtem Schema gestaltet werden. Das liegt zum Einen daran, dass der Verstorbene keine konkreten Wünsche zur Ausgestaltung seiner letzten Feier geäußert hat und zum anderen daran, dass eine große Unsicherheit darüber herrscht, welcher Rahmen für Trauerfeiern angebracht ist.
Ich frage deshalb meistens die Angehörigen, was sie mit der Trauerfeier für sich und die anwesenden Gäste erreichen möchten. Trauerfeiern sollen eine Würdigung der Verstorbenen sein,
und den Hinterbliebenen, den Angehörigen und Freunden die Möglichkeiten geben, ihren eigenen Weg durch die Trauer hindurch zurück ins Leben zu finden. Doch kann dieser Weg gelingen, wenn die Feier in Texten, Liedern, Anzeigen und Blumenschmuck nicht zu der Person passen, die da verabschiedet werden muss?
Im letzten Jahr habe ich viele Familien betreut, die für die Beisetzung einer lieben Person sorgen mussten. Viele der Verstorbenen waren hoch betagt und hinterließen ihre eigenen Spuren im Leben. Häufig waren die Herrschaften bis zum Schluss unangepasst und neugierig, viele konnten ihr Leben selbst gestalten. Zu Ihnen hätte keine 08/15-Trauerfeier gepasst. Deshalb habe ich die Angehörigen ermutigt, auch bei der Trauerfeier eigene Wege zu gehen, mit der Musik, mit der Trauerrede, mit den Anzeigen und allem was sonst so zu einer Beisetzung gehört. Für mich gehört das zur Würdigung und zur Verabschiedung der Verstorbenen dazu – die letzte Feier ihres Lebens so zu gestalten, dass sie auch nach dem Tod als eigenständige Personen wahr genommen und respektiert werden.
Veröffentlicht unter Abschied, Information über..., Trauerkultur
Verschlagwortet mit abschied, Bestatter, Tod, trauerfeier
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Grabnutzer haften für kippende Grabsteine
Nur wenige Grabnutzer wissen, dass die Standsicherheit eines Grabmals regelmäßig geprüft werden muss.
istockphoto/© spencer doane
Auch kennt kaum jemand die Richtlinien für das Aufstellen. Die Verbraucherinitiative Aeternitas aus Königswinter erklärt, welche Rechte und Pflichten Grabnutzer haben und wer bei Unfällen und Mängeln haftet.
Ergeben sich Mängel bei der Standsicherheit oder kippt ein Grabstein sogar um, sollten Grabnutzer ihre Rechte und Pflichten kennen. Sowohl der Bundesinnungsverband der Steinmetze als auch die Deutsche Natursteinakademie haben für das Aufstellen und die Standsicherheit technische Vorschriften erstellt, auf die sich Friedhofsverwaltungen gewöhnlich berufen. Darüber hinaus können Grabnutzer bei Unfällen haftbar gemacht werden, wenn rechtliche Vorgaben nicht eingehalten werden.
Die Verkehrssicherungspflicht verlangt, dass Grabnutzer ein Grabmal sicher aufstellen (lassen) und sie selbst oder die Friedhofsverwalter die Standfestigkeit regelmäßig prüfen. In der Praxis übernehmen dies meist die Friedhofsverwaltungen, was Betroffene im Vorfeld klären sollten. Ist ein Grabmal locker, muss der Grabnutzer veranlassen, dass es wieder befestigt wird. Werden Personen durch ein umstürzendes Grabmal verletzt, haften sowohl Friedhofsträger als auch Grabnutzer gegenüber den Geschädigten. Die Standsicherheit regelmäßig zu prüfen, schützt so vor Schadensersatz-ansprüchen.
Steinmetze haften, wenn sie beim Aufstellen eines Grabmals mangelhafte Arbeit abgeliefert haben. Das gilt nicht nur, wenn der Grabstein kippt, sondern zum Beispiel auch, wenn die Friedhofsverwaltung ein Grabmal wegen technischer Mängel nicht genehmigen will. Dem Kunden hilft eine Ablaufdokumentation zum Aufstellen des Grabmals. Auch wenn damit Mehrkosten verbunden sind, sichert es die Qualität der Arbeit und hilft, Unfälle zu vermeiden.
Neben einem Infoblatt zum Thema stellt Aeternitas den 14-seitigen Ratgeber „Die Standsicherheit des Grabmals“ mit allen relevanten Informationen unter www.aeternitas.de kostenlos zum Download zur Verfügung.
Quelle: Pressemitteilung Aeternitas e.V.
Veröffentlicht unter Friedhöfe, Pressemitteilungen
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Kongressmesse Leben und Tod
„Leben und Tod“ heißt die ungewöhnliche Veranstaltung, die vom 10. bis 11. Mai bereits zum dritten Mal in der Messe Bremen stattfindet.
111 Aussteller haben sich angemeldet. Rund 3.100 Besucher zählten die Veranstalter im vergangenen Jahr. „Es geht darum, in guten Zeiten die endgültigen Dinge für sich und seine Angehörigen zu regeln“, sagt Andrea Rohde, Bereichsleiterin Fachmessen bei der Messe Bremen. „Wir werden immer wieder gefragt, warum wir die Veranstaltung im sonnigen Mai machen und nicht zur Jahreszeit passend im November. Die Szene sagt: Die Menschen gehen, wenn die Blätter kommen und wenn die Blätter fallen – dieses Thema macht vor keiner Jahreszeit halt.“
Es gibt ein umfangreiches Vortragsprogramm, aber auch viele Aussteller, die für Gespräche zur Verfügung stehen. Die „Leben und Tod“ deckt viele Facetten des Themas ab. „Wo findet man Hilfe zum Thema Sterbebegleitung, wo gibt es Hospize oder Palliativstationen? Vor Ort sind ambulante Dienste, das Hospiz Brücke oder auch das Kinderhospiz Jona und das Kinderhospiz Löwenherz, das bis zu acht unheilbar kranke Kinder aufnehmen kann. Aussteller präsentieren Produkte zum Thema Bestattungen: von der Erd- über die Feuer- bis hin zur Seebestattung“, erläutert Rohde die Messe. Trauerredner stellen sich vor und Bestatter sind vor Ort. Auch für die trauernden Hinterblieben gibt es Rat und Hilfe: Angehörigengruppen möchten ins Gespräch kommen, es gibt Trauerbegleiter und viele Antworten auf Fragen wie: Wer trauert wie? Kinder zum Beispiel gehen mit dem Tod anders um als Männer oder Frauen. Für viele gibt es ein Angebot auf der Messe. Bildhauer, Fotografen, Kunsthandwerker und viele andere sind vor Ort, die ganz individuelle Erinnerungsstücke herstellen. Eine andere Art der Trauerbewältigung sind beispielsweise Trauerreisen. „Hier geht man mit anderen Trauernden auf Tour und darf seinen Gefühlen ruhig freien Lauf lassen“, sagt Rohde.
Auch Rechtsfragen können geklärt werden. Beispielsweise gibt es eine Sprechstunde für Privatbesucher: Immer wieder gibt es Fragen zum Thema Patientenverfügung. Was muss drinstehen und wie muss die Verfügung aussehen? Erste Antworten geben erfahrene Mitarbeiter des Hospiz- und Palliativ-Verbandes Bremen.
Was der Suizid des Nationaltorwarts Robert Enke im Profisport und speziell in der Profifußballszene ausgelöst hat, darum dreht sich eine Podiumsdiskussion am Donnerstagabend mit so interessanten Gästen wie Martin Kind, Präsident des Vereins Hannover 96, für den Enke zuletzt spielte. Der Tod Enkes war für viele Menschen ein Schock, wobei jeder anders trauert – und es gibt auch geschlechts- und alterspezifische Unterschiede. Ihnen geht die „Leben und Tod“ ebenfalls in mehreren Vorträgen nach.
Kinder und Jugendliche müssen sich nicht nur mit Trauer um andere auseinandersetzen, in Deutschland leben zudem ca. 22.600 noch sehr junge Menschen, die lebensverkürzend erkrankt sind. Jährlich sterben 1.500 von ihnen an den Folgen ihrer Erkrankungen. Hinter den nackten Zahlen verbirgt sich die Frage, wie die Kinder und Jugendlichen im Wissen um ihren frühen Tod ein von körperlichen und geistigen Rückschritten geprägtes Leben selbstbestimmt und im Sinne ihrer Wünsche gestalten können – auch das Thema eines Expertenvortrags.
Die Kongressmesse ist aber auch dem Leben zugewandt: Eine besondere Kooperation bietet sie unter dem Motto „Werden Sie Lebensretter!“: Bremerinnen und Bremer sind aufgerufen, sich in die Deutsche Knochenmarkspenderdatei aufnehmen zu lassen. Die Typisierung wird durch eine Speichelprobe vorgenommen.
Die Messehallen sind geöffnet von 10 bis 18 Uhr. Die Tageskarte kostet 8 Euro. Mehr Infos auch unter www.leben-und-tod.de
Quelle: Pressemitteilung Messe Bremen
Veröffentlicht unter Pressemitteilungen, Termine
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Donatoren
Was soll mit Ihrem Körper geschehen, wenn Sie eines Tages für immer Ihre Augen schließen werden?
(C) Mondfrau / pixelio.de
Die meisten Menschen entscheiden sich für eine der bekannten Bestattungsarten: Erdbestattung, Feuerbestattung, Seebestattung, Waldbestattung.
Doch gar nicht so wenige Menschen überlegen, wie der Körper nach dem Tod noch nützlich sein könnte. Mit Organspende kann das Leben anderer gerettet werden. Aber gibt es noch andere Möglichkeiten?
Ja, und zwar das Vermächtnis, den Körper einem anatomischen Institut für Lernzwecke zu spenden. Menschen, die das tun, werden Donatoren genannt.
Der Bedarf nach Körpern für anatomische Zwecke ist nicht zu unterschätzen. Jeder Medizinstudent ist darauf angewiesen, in seinem Studium am echten Körper die Anatomie zu lernen. Der Umgang mit den Toten ist streng geregelt und wichtigen, ethischen Grundsätzen unterworfen.
Wie es im einzelnen abläuft, das beschreibt sehr anschaulich ein Artikel der Badischen Zeitung, in dem das Anatomische Institut Freiburg vorgestellt wird. Absolut lesenswert:
http://www.badische-zeitung.de/freiburg/einmal-im-jahr-abschied-von-den-koerperspendern–57920948.html
Ein Satz hat mich in dem Bericht besonders nachdenklich gestimmt: „(…)Das Interesse habe auch einen wirtschaftlichen Aspekt, sagt Bodo Christ: Seit das Sterbegeld abgeschafft wurde, hätten manche Menschen Sorge, ihren Angehörigen mit den Bestattungskosten zur Last zu fallen.“
Traurig, wenn diese Art der Vorsorge als letzter Ausweg gesehen werden muss. Die Gewissheit, einen nützlichen Dienst zu leisten und die Garantie am Ende doch noch in Würde die letzte Ruhe zu finden, dürfen dabei nur recht schwacher Trost sein.
Veröffentlicht unter Bestattung, Kurioses, Schicksal, Vorsorge
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1. Mai
Einen erholsamen und sonnigen Feiertag wünsche ich allen Lesern des Blogs.
Der Mai macht alles neu
Der Mai macht alles grün,
Nur meine Hoffnung nicht.
Er macht die Rosen blühn,
Wie euer Angesicht,
Und läßt die Sonne glühn,
Wie euer Freudenlicht.
Der Mai macht alles grün,
Nur meine Hoffnung nicht.
Der Mai macht alles grün,
Auch meiner Kinder Grab.
Mit seinem Thaue sprühn
Die Thränen mir hinab,
Und seine Lüfte mühn
Sich mit den Seufzern ab.
Der Mai macht alles grün,
Auch meiner Kinder Grab
Friedrich Rückert (1788-1866)
Veröffentlicht unter Allgemein
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Bestattungen – quer durch die Presse
In den letzten Tagen haben sich einige interessante Presseberichte rund um Bestattungen angesammelt.
istockphoto/Gábor Páll
Deshalb lade ich Sie heute zu einer kurzen Presseschau:
Urnenversand per Post, gefüllt mit Asche wohlgemerkt, regt kaum noch jemanden auf. Doch die Sparmassnahmen bei sozialen Beerdigungen der Landeshauptstadt Wiesbaden gehen den Vertretern der Caritas deutlich zu weit. Hier wurden sterbliche Überreste eines Obdachlosen nach der Einäscherung per Post nach Bayrisch Eisenstein verschickt, um dort unter einem speziell für Wiesbaden reserviertem Baum bestattet zu werden. Die Stadt hat bei dieser Aktion angeblich über 600 Euro gespart. Es war kein Einzelfall. Die Frankfurter Rundschau stellt die ganze Geschichte detailliert vor:
http://www.fr-online.de/wiesbaden/billigere-beerdigung-eingeaeschert-und-per-post-nach-bayern,1472860,14978442.html
Sozialbestattungen sind zur Zeit das Thema in der Presse. Die Süddeutsche kommentiert die Zahlen des Statistischen Bundesamtes. In den Jahren 2006 bis 2010 stieg die Anzahl der Menschen, bei denen das Sozialamt die Bestattungskosten übernehmen musste, um 64 Prozent. Doch diese Zahlen erfassen nur einen Bruchteil der tatsächlich vom Amt bezahlten Bestattungen. Das Bundesamt registriert nur die Fälle, bei denen Angehörige für die Kosten nicht aufkommen konnten. Menschen, die völlig alleine gelebt haben und auch einsam, häufig obdachlos sterben, erfasst keine Statistik. Es ist ein trauriges Bild für unsere Gesellschaft. Den gesamten Beitrag lesen Sie hier:
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/anzahl-der-sozialbestattungen-nimmt-zu-kein-geld-fuers-grab-1.1341079
Die Spuren der Verbrechen der NS-Mediziner haben bis heute nichts an ihrer Grausamkeit verloren. In Wien findet am 9. Mai in diesem Zusammenhang eine besondere Zeremonie statt. An dem Tag werden histologische Präparate, die in der Nazi-Zeit von ermordeten Patienten einer psychiatrischen Anstalt angefertigt wurden, in einem würdigen Rahmen bestattet. Genauere Informationen unter: http://www.bizeps.or.at/news.php?nr=13152
So viel für heute und selbstverständlich sammle ich Informationen rund um Abschied und Bestattung weiter. Wenn Sie selbst fündig werden, schicken Sie mir den Link zu und ich teile ihn gerne weiter.
Veröffentlicht unter Abschied, Bestattung, Trauerkultur
Verschlagwortet mit Bestatter, bestattung, friedhof, sterben, Tod
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Imagefilm für Bestatter
Imagepflege für Bestatter ist keine Selbstverständlichkeit. Umso mehr habe ich mich über einen neuen Filmbeitrag auf YouTube genau mit dieser Zielrichtung gefreut. Schauen Sie gerne rein:
Und wie ist Ihre Meinung? Hat der Streifen sein Ziel erreicht? Oder ist es ein netter Naturfilm, dem eine meditativ-entspannende Musik hinterlegt und der mit einigen wenigen Sprüchen aus der Zitatenkiste ergänzt wurde. Ich finde in den ganzen, fast fünf Minuten keine Spur von dem, was ein guter Bestatter wirklich leistet und welche große Hilfe er für die Angehörigen sein kann. Mein Tipp wäre, weniger fallende Blätter, mehr Menschlichkeit.
Veröffentlicht unter Bestattung, Film
Verschlagwortet mit Bestatter, bestattung, film, image
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Noch nicht geboren und schon tot
Ich denke, nur die wenigsten von Ihnen wissen, dass der menschliche Körper erst ab einem Gewicht von 500g der Bestattungspflicht unterliegt. Unterhalb dieser Gewichtsgrenze gilt ein Mensch, in Augen des Gesetzes, nicht als Person.
Eine würdige Bestattung totgeborener Kinder ist keine Selbstverständlichkeit. /(C)Heuse-Bestattungen
Was man davon halten soll, überlasse ich Ihrer Meinung. Tatsache ist, dass das Bestattungsrecht Ländersache ist und in jedem Bundesland individuell geregelt wird. In der Regel kann man aber davon ausgehen, dass Kinder mit einem Gewicht unter 500g, die totgeboren werden, auf Wunsch eines Elternteils können bestattet werden.
Das war nicht immer so selbstverständlich. So gab es z.B. in Hessen bis zu der Gesetzesnovellierung 1999 keine legale Möglichkeit Todgeburten unter 500g zu beerdigen. Zum Glück hat man die unmenschliche Absurdität des Gesetzes angesehen und zumindest eine Kann-Option für einen würdevollen Abschied geschaffen.
Doch nicht alle Eltern wollen oder auch nicht imstande sind, sich selbst um die Bestattung der sogenannten Sternenkinde kümmern. Sehr begrüßenswert sind in solchen Fällen Initiativen von Kliniken, Krankenhäuser oder anderen Einrichtungen, die sich der traurigen Aufgabe annehmen.
So wie z.B. in der Asklepios-Klinik in Schwalmstadt. Dort werden seit 2011 die Körper der totgeborenen Kindern, die nicht durch die Eltern bestattet werden, bis zu ihrem würdigen Abschied in der Pathologie in Kassel aufbewahrt und nicht wie noch vereinzelt üblich, über Sondermüll entsorgt.
Regelmäßig wird dann eine Gemeinschaftsbestattung organisiert und die kleinen Körper auf dem Gräberfeld für Sternenkinder beigesetzt. Die Eltern und Angehörigen erhalten rechtzeitig eine schriftliche Einladung, die leider in vielen Fällen ohne Resonanz bleibt. Das ist aber den Organisatoren nicht wichtig, sie handeln aus Menschlichkeit und Achtung des Lebens.
Veröffentlicht unter Bestattung, Schicksal, Trauerkultur
Verschlagwortet mit abschied, Bestatter, bestattung, kinder sterben, kindstod, sterben, sternenkinder, Tod, totgeborenes, totgeburt
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Urnen auf dem Postweg
Bestattungskosten spielen bei eine Beerdigung eine sehr wichtige, mitunter entscheidende Rolle. Aus Spargründen wird unter anderem auf diverse Leistungen des Bestatters verzichtet.
"Leben und Tod" 2011(C)H.Seipel
Dazu gehört unter anderem der Transport von Urnen. Billiger wird es per Postversand. Und genau in diesem Zusammenhang gab er kritische Presseberichte über Urnen auf Umwegen, die nicht wie erwartungsgemäß zugestellt wurden.
Ein klärendes Wort in dieser Angelegenheit hat jetzt der Bundesverband der Bestatter in seiner Pressemitteilung gesprochen:
“In einem aktuellen Zeitungsartikel wird in medial kritischer Weise der Versand von Urnen durch Krematorien mittels Paketdiensten und Logistikunternehmen beleuchtet. In diesem Beitrag, der symptomatisch für eine Vielzahl ähnlich gelagerter Anfragen steht, wird dem Unternehmen DHL aufgrund eines recherchierten Falles unterstellt, es würden mitunter die sterblichen Überreste auf dem Postweg verloren gehen oder einige Tage lang abhandenkommen. Schnell wird der Bogen zu Bestattern gespannt, die angeblich den Versand von Urnen den trauernden Kunden gegenüber verschweigen würden, um Irritationen bei den Angehörigen zu vermeiden.
In einer Stellungnahme hierzu hat der Bundesverband Deutscher Bestatter erklärt, dass aus seiner Sicht im Postversand ethisch keine problematische Handlungsweise erkennbar ist. Insbesondere die von vielen Angehörigen gescheuten Kosten einer persönlichen Überführung der Urne vom Krematorium zum Friedhof, zum Kolumbarium oder zur Trauerhalle führen zu einer steigenden Tendenz des Versands auf dem Postweg.
Der BDB rät dazu, die Trauernden der Situation angemessen über den Versand der Urne auf dem Postweg zu informieren und insbesondere die Möglichkeit einer persönlichen Abholung durch das Bestattungsunternehmen ins Gespräch zu bringen.
In jedem Falle ist es elementar, darauf hinzuweisen, dass das Versand- und Verlustrisiko beim Transport durch Dritte nicht vom Bestatter getragen werden kann. Dies ist umso wichtiger, weil es sich bei der Asche in einer Urne um etwas Unwiederbringliches handelt.”
Vielleicht wird hier am falschen Ende gespart und das merkt man erst, wenn der Verlust nie wieder gut zu machen ist.
Veröffentlicht unter Bestattung, Pressemitteilungen
Verschlagwortet mit Bestatter, bestattung, bestattungskosten, bestattungskultur, urne
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