Terminkalender
-
Neuste Beiträge
Neuste Kommentare
- Carina M., Baden Baden bei Frühling auf dem Friedhof
- Urnen das frEI | Atelier für Urnenkunst | Rita Capitain bei Imagefilm für Bestatter
- Gunnhild Fenia bei Urnen auf dem Postweg
Stichwort
Kategorien
Archive
- Mai 2012 (5)
- April 2012 (8)
- März 2012 (8)
- Februar 2012 (6)
- Januar 2012 (7)
- Dezember 2011 (8)
- November 2011 (10)
- Oktober 2011 (12)
- September 2011 (10)
- August 2011 (12)
- Juli 2011 (4)
- Juni 2011 (9)
- Mai 2011 (11)
- April 2011 (12)
- März 2011 (12)
- Februar 2011 (8)
- Januar 2011 (10)
- Dezember 2010 (11)
- November 2010 (11)
- Oktober 2010 (16)
- September 2010 (12)
Verzeichnisse
Netzwerke
Archiv des Autors: Gastautor
Warum Bestatter nicht gerne über ihren Beruf sprechen
Vor einiger Zeit habe ich eine Freundin besucht und ihre 11-jährige Tochter hat mich ganz ungeniert gefragt: „Sag mal, macht Dich das nicht völlig traurig, wenn Du den ganzen Tag mit den Toten zu tun hast?“
Leoni Heister, Trauerberaterin und Trauerrednerin
Es ist sehr selten, dass ich eine so unverkrampfte Reaktion auf die Nennung meines Berufes erlebe. In der Regel sind die meisten Menschen zuerst irritiert und dann merklich zurückhaltend. Da war mir die Reaktion des Mädchens lieber, denn sie wollte ehrlich wissen, was ich mache und wie ich mit den traurigen Menschen umgehe. Und so haben wir uns darüber unterhalten, wie das ist, wenn ich mit Angehörigen über die Gestaltung der Trauerfeier unterhalte und dass es Gespräche gibt, bei denen neben den Tränen auch gelacht worden ist.
Es scheint jedoch so, dass viele Kolleginnen und Kollegen sich mit der Nennung ihres Berufes lieber zurück halten – ein lachender und motorradverrückter Bestatter, eine karaokesingende Bestatterin oder eine Trauerrednerin, die in ihrer Freizeit gerne mit Freunden Brettspiele spielt, das scheint im ersten Moment wohl etwas zu würdelos. Aber ist es da wirklich? Nur weil wir gelernt haben, den Tod als einen ganz natürlichen Teil des Lebens wahrzunehmen, sind wir nicht zu ständiger Traurigkeit verdammt. Ganz im Gegenteil – habe ich durch ihn gelernt, genauer darauf zu achten, meine Freizeit ganz bewusst als freie Zeit zu erleben. Egal ob ich mit meiner Familie zusammen bin, walke, mit Freunden Musik mache, ins Theater gehe oder zum Relaxen in die Sauna – egal, solange es Freude macht und den notwendigen Ausgleich bringt.
Und damit sind wir so menschlich wie alle anderen auch – zum Glück. Wie alle anderen auch, freuen wir uns über die Fest im Jahreskreis und über gute Gesellschaft – seien es Verwandte, Wahlverwandte, Freunde.
Und jetzt – wo die Sonne draußen spürbar wärmer wird, die Blumen bunte Farbtupfer bringen und die Bäume blühen – da genießen auch wir fröhlich und ausgelassen und immer mit Respekt das Leben.
Liebe Frau Heister, vielen Dank für Ihren Beitrag als Gastautorin des Lebenswandlung-Blogs.
Veröffentlicht unter Gastbeiträge, Leben, Trauerkultur
Verschlagwortet mit Bestatter, sterben, Tod, Trauer
Hinterlasse einen Kommentar
Nichts im Leben ist umsonst, nur der Tod…..
istockphoto / Ned White
… und der kostet das Leben,
- und eine Beerdigung
- und einen Beerdigungskaffee
- und eine Grabstätte
- und einen Grabstein
- etc. etc.
Bei einer Beerdigung kommen schnell Kosten von mehreren tausend Euro zusammen, wenn der Abschied vom lieben Verwandten im gebührenden Rahmen stattfinden soll. Bis 2004 gab es von den gesetzlichen Krankenkassen das sog. “Sterbegeld”. Seit 2005 müssen die Angehörigen alleine für diese Kosten aufkommen.
Das gilt übrigens auch für Kinder, die den Kontakt zu den Eltern schon lange abgebrochen haben!
Obwohl natürlich jeder weiß, dass es irgendwann einmal soweit ist, werden trotzdem die Gedanken an den eigenen Tod gerne hinausgeschoben. Klar: Das ist kein schönes Thema und die Idee von der eigenen Beerdigung stimmt einen auch nicht wirklich fröhlich.
Was für ein Klotz den Angehörigen damit ans Bein gebunden wird, darüber wird noch weniger nachgedacht.
Als Lösung für solche Fälle gibt es selbstverständlich auch eine Möglichkeit zur Vorsorge. Die nennt sich “Sterbegeldversicherung” oder neudeutsch “Bestattungsvorsorge-Versicherung”. Damit vermeidet man vel Stress und Ärger, wenn es dann letzendlich soweit ist.
Solche Versicherungen können sowohl selbst, als auch von den Angehörigen abgeschlossen werden und sind vom Prinzip her Risiko-Lebensversicherungen mit niedrigen Summen. Typisch sind Summen zwischen 3000,- bis 10000,- Euro – eben soviel, wie man ungefähr für die Bestattung und das Grab zur Verfügung haben möchte.
Es gibt einige Versicherer am Markt, die sich auf genau dieses Thema spezialisiert haben, so dass im Extremfall auch Kinder für ihre Eltern einen Antrag ausfüllen können – ohne Gesundheitsfragen und ohne Unterschrift der versicherten Person. Allerdings gibt es dann eine Wartefrist von zwei Jahren, bis das vereinbarte Sterbegeld in voller Höhe ausbezahlt wird.
In den meisten anderen Fällen besteht dagegen sofortiger Versicherungsschutz.
Die Beiträge sind auch relativ günstig (< 20,- Euro pro Monat), hängen aber logischerweise vom Eintrittsalter der versicherten Person ab. Am besten lassen Sie sich einmal vom Versicherungsfachmann Ihres Vertrauens beraten. (… und wenn Sie schon dabei sind, fragen Sie auch einmal nach Pflegekostenvorsorge!)
Sie können natürlich auch alleine im Internet vergleichen, wobei diese Vergleiche nie die individuelle Beratung ersetzen. Aber Sie haben dann zumindest schon einmal eine Idee, was es so alles gibt und in welchen preislichen Regionen sich solch eine Versicherung bewegt.
Ich bedanke mich sehr herzlich bei Jürgen Schnitzler für den informativen Beitrag.
Veröffentlicht unter Gastbeiträge, Ratgeber, Vorsorge
Verschlagwortet mit Beerdigung, sterben, Tod, versicherung, Vorsorge
2 Kommentare









