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Archiv der Kategorie: Werbung
Testament – aber wie?
Mit den einzelnen Komponenten einer persönlichen Vorsorge beschäftigen sich mehrere Beiträge des Blogs.
Rainer Sturm / pixelio.de
Das Testament war unser Thema im zweiten Teil der Serie über „Erben und Vererben“. Darin können Sie das Wichtigste über ein Testament nachlesen.
Beim Verfassen des bedeutenden Schriftstücks bleiben jedoch immer Zweifel, ob man dem rechtlichen Formalismus genüge getan hat. Einen Anwalt zu bemühen wäre zwar der sicherste Weg aber auch mit hohen Kosten verbunden.
Eine preiswerte und rechtlich überprüfte Variante bietet ein online-Service der „Lübeck Steuerberater Rechtsanwälte“.
Nach einer einmaligen Zahlung von 39,- € erhalten Sie uneingeschränkten Zugriff auf diverse Vertragsassistenten und Musterverträge. Auch ein „Assistent zur Erstellung eines ordentlichen Testamentes“ steht zur Verfügung.
Der Benutzer wird Schritt für Schritt mithilfe von 35 Fragen durch die gesamte Testamenerstellung geführt. Zu den wichtigsten Punkten, die individuell geregelt werden können zählen:
Art der Erbschaft
Teilungsanordnung
Enterbung
Testamentsvollstreckung
Vermächtnis
Auflage
Jeder Punkt wird erläutert und an Beispielen erklärt, sodass auch ein Laie die Inhalte verstehen kann. Am Ende kann der individuell erstellte Text ausgedruckt oder heruntergeladen werden. Unbedingt ist aber zu beachten, dass ein Testament nur dann gültig ist, wenn es vollständig handschriftlich niedergeschrieben und unterschrieben ist oder wenn es mithilfe eines Notars errichtet wird. Deshalb muss man das ausgedruckte Dokument handschriftlich abschreiben und mit vollem Vor- und Nachnamen unterschreiben. Das dürfte aber das kleinste Problem werden.
Veröffentlicht unter Erbschaft, Information über..., Werbung
Verschlagwortet mit Testament, Vorsorge
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Probeliegen im Sarg
Probeliegen? Nichts Neues. In jedem Möbelhaus können sie es, beim Kauf einer Matratze sollen sie es in jedem Fall tun. Aber Probeliegen in einem Sarg?
Eine ungewöhnliche Einladung
Wer kommt auf diese ungewöhnliche Idee? Genau das fragte ich mich bei meinem Gang über die Messe „Leben und Tod“ in Bremen als ich einen offenen Sarg mir der eindeutigen Einladung zum Probeliegen sah.
Auf diese Idee kam Herr Heiner Schomburg, Bestatter aus Bremen. Sicher wollte er damit Aufmerksamkeit auf seinen, übrigens sehr geschmackvollen Messestand lenken. Doch einen reinen Aktionismus darin zu sehen, wäre falsch. Im Gespräch mit dem innovativen Bestatter erfuhr ich, welche Philosophie hinter seinem „Trauerraum“ steht:
Im Gespräch mit Herrn Schomburg
„Unser trauerraum bietet die Möglichkeit zur Begegnung – mit dem Toten und den Lebenden, den anderen und sich selbst. (…) Ein Ort, an dem Sie Raum und Zeit finden, die Realität des Todes zu akzeptieren.“ Klasse, es sind genau dieselben Gedanken, die mich bewogen haben, den Lebenswandlung-Blog zu betreiben. Nur, dass sich beim Blog um einen rein virtuellen Raum handelt. Das ist beim Trauerraum anders. In der Brunnenstraße in Bremen können sie diese Räume betreten, auch dann wenn sich noch weit und breit kein persönlicher Trauerfall ankündigt. Denn es ist auch ein Veranstaltungsort. In den Veranstaltungen stehen die Themen Tod, Sterben und Trauer im Mittelpunkt. Vorträge mit Diskussionen, Theater, Film, Konzerte und Ausstellungen bieten die Möglichkeit zur Begegnung mit dem Tod und den Lebenden, den anderen und sich selbst.
Herr Schomburg ist relativ neu in der Branche, dazu auch noch ein Quereinsteiger. Der Diplom Pädagoge entdeckte erst vor wenigen Jahren das Thema für sich, als er aus Neugier einen Praktikumstag beim Bestatter absolvieren wollte. Aus dem einen Tag wurden neun Monate und nach reifer Überlegung startete er im April 2010 mit seinem innovativen Konzept durch.
Auf die Frage, wie schwer hat man als Quereinsteiger, antwortete er überraschend: „Viel leichter als die Kollegen, die ein geschäftliches Erbe eintreten“. Das leuchtet ein. Er brauchte kein angestaubtes Image einer traditionsreichen Bestatterfamilie abzustreifen, um neue Ideen und Konzepte umzusetzen. Für ihn bestand auch nicht die Gefahr Bestandskunden dadurch zu verlieren. Er musste sie ohnehin erst gewinnen. „Trauerraum“ spricht eine ganz klar definierte Zielgruppe. Ich nenne sie die „Generation Bionade“. Es sind Menschen, die bewusst leben und Nachhaltigkeit wertschätzen, ohne dem puren Idealismus der ökologischen Gedanken zu verfallen. Es sind Menschen, die selbst bestimmen und entscheiden wollen, ohne sich von gesellschaftlichen Glaubensätzen leiten zu lassen. Und es sind Menschen, die das Leben und die Lebensfreude stets zu schätzen wissen. Diese Menschen wollen so sterben und bestattet werden wie sie gelebt haben: individuell, bewusst und würdig. Der „Trauerraum“ ist genau für sie da.
Trotz Globalisierung bleibt das Bestattergeschäft regional geprägt. So würden sie sich vielleicht fragen, was nutzt ihnen ein innovativer Bestatter in Bremen, wenn sie selbst in München, Frankfurt oder Pirna wohnen. Herr Schomburg ist mit seinem Konzept nicht alleine. Ähnliche Wege gehen immer mehr Bestatter in ganz Deutschland. Viele von ihnen haben sich in einem Netzwerk organisiert, das ich mir näher anschauen und Ihnen selbstverständlich darüber berichten werde.
Dem „Trauerraum“ wünsche ich weiterhin eine erfolgreiche Entwicklung und viel Kraft auf dem Weg in eine moderne Trauerkultur.
Veröffentlicht unter Abschied, Bestattung, Trauerkultur, Werbung
Verschlagwortet mit Bestatter, bestattung, bestattungskultur, Leben, Tod, Trauer
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Die kleinen Helfer für den Abschied
Wie im letzten Beitrag angekündigt, lade ich Sie heute meinen Messerundgang fortzusetzen.
(C) Das-Metier
Kaum habe ich den Vortragsbereich verlassen, fiel mit ein Stand mit ästhetisch anspruchsvollen kleinen Helfern für den Abschied auf. Er gehörte Michaela Mielke, Kunsthandwerkerin, die sich sinnstiftenden Ausdrucksformen für Trost, Trauer und Erinnerung widmet. Es ist ihr ein Herzensanliegen, Licht in dunkle Stunden zu bringen und Impulse zur bewussten Abschiedsgestaltung zu geben. Ihre Produkte zu denen Urnen, Gedenktafeln, Seelentröstern, Kerzen mit Spruchrollen sowie Trauer- und Segenskarten gehören stellt sie alle selbst her. Handgemalte Symbole und Schriftzeichen dienen als Bedeutungsträger, wenn Worte fehlen. Die Symbolsprache ist eine universelle Sprache, die Körper, Geist und Seele berührt.
Im Gespräch mit Frau Mielke
Bei der Auswahl der Motive lässt sich die Hamburgerin von der Natur inspirieren. Natürliche Farben, Formen und Materialien sind den Menschen vertraut.
„Memoria dienen als Gabe für schwierige Lebenssituationen und als Geschenk für Menschen, die uns am Herzen liegen, wenn wir sprachlos sind,“ so die Kunsthandwerkerin, die sich auf Trost- und Gedenkartikel spezialisiert hat. Sie möchte Anregungen geben, auf die innere Stimme zu hören, sie zu verstehen und zu übersetzen – und dafür Sinnbilder zu finden.
Ihre Produkte berühren die Sinne. Es reicht nicht aus, die schönen Kerzen, Karten oder Seelentröster zu sehen. Man muss sie berühren, anfassen, in der Hand halten. Durch ihre angenehme Haptik der natürlichen Materialien und abgerundeten Formen spenden sie Trost und geben halt. Sie helfen den Abschied zu begreifen.
In unserem kurzen Gespräch merkte ich sehr deutlich, wie tief und ehrlich sich Frau Mielke mit ihrer Idee und ihren Produkten identifiziert. Sie trägt sie in Herzen und nicht nur im Kopf. Zu ihren Kunden zählen vor allem Einzelpersonen aber auch Trauerbegleiter, Hospitzeinrichtungen und ausgesuchte Bestatter.
Gerade Bestatter tun sich noch ein wenig schwer, das klassische Angebot um solche emotionale Produkte zu erweitern. Das finde ich persönlich sehr schade. Ein zeitgemäßer Bestatter hat die große Chance ein Begleiter mit vielfältigem Dienstleistungsangebot zu werden. Leider wird diese Chance nur selten wahrgenommen, denn bei vielen herrscht immer noch die Meinung, Sarg zu verkaufen und zu bestatten, wären die einzigen Aufgaben und Umsatzquellen eines Bestatters. Zum Glück finden sich große Ausnahmen. Eine bzw. einen davon stelle ich Ihnen im nächsten Beitrag vor.
Veröffentlicht unter Abschied, Lebenswandlung, Trauerbewältigung, Werbung
Verschlagwortet mit abschied, Bestatter, memoria, metier, seelentröster, Trauer, trauerbewältigung
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Centrum Leben & Abschied
Wußten Sie schon, dass es einen Ort gibt, an dem Leben und Abschied, Trauer und Lebensmut gleichermaßen ihren Platz finden?
Eingangsbereich des Centrums
Seit dem 20. Oktober 2010 gibt es ihn. An dem Tag wurde in der Hahnstraße 20 in Frankfurt das Centrum Leben und Abschied offiziell eröffnet.
Das Ziel und die Philosophie des Centrums beschreibt Willi P. Heuse, sein Gründer, Bestatter und Trauerbegleiter wie folgt:
„Das Centrum Leben & Abschied ist ein Ort des “bei sich selbst Ankommens”. Sterben, Tod und Trauer sind alltägliche Erscheinungsformen unseres Lebens, sie sind ein Stück Normalität. Als solche wollen wir sie in unseren Alltag zurückholen, sie erfahrbar machen.
Nur was wir selber begreifen, kann unser Handeln auf Dauer beeinflussen. Rituale können uns helfen, das kreative Potenzial eines gesunden und heilenden Trauerprozesses zu entdecken und zu erleben.
So kann das Centrum Leben & Abschied zu einem Ort individueller Erfahrung für Sie werden. Ihrer Trauer einen Erinnerungs-„Ort“ geben, das ist unser Ziel.“
Eröffnungsgäste
Ich hatte die Freude bei der Eröffnung dabei sein zu dürfen und die besondere Atmosphäre der Veranstaltung hautnah zu spüren.
Die zahlreich erschienenen Gäste fühlten sich in den Räumen des Zentrums auf Anhieb wohl und kamen schnell ins Gespräch. Der großzügige Empfangsbereich ist für zwangsloses Beisammensein bei größeren Veranstaltungen wie geschaffen.
Mit einer leichten Verspätung, an dem Tag streikte die Bahn und viele Gäste hatten Probleme das Centrum rechtzeitig zu erreichen, begann der offizielle Teil mit der Gelegenheit bei klassischer Musik sich in der eigenen Mitte zu sammeln, nachzudenken und die Atmosphäre des großen Abschiedraumes auf sich wirken zu lassen.
Begrüßung der Gäste
Nach herzlicher Begrüßung durch Herrn Heuse, wurde das Grußwort des Hessichen Sozialministers Stefan Grüttner verlesen. Darin bekräftigt Herr Grüttner das Ziel des Centrums: „ zur Enttabuisierung von Sterben und Tod beizutragen und aufzuzeigen, dass eine Auseinandersetzung mit diesen Themen zu einer Verbesserung der Lebensqualität führt“. Die Worte machen Mut und lassen hoffen, dass auch künftig das Projekt auf tatkräftige Unterstützung der Politik setzen kann.
Im abschließenden, kurzweiligen Vortag sprach Herr Heuse über das wahre Glück im Leben und was der Tod damit zu tun hat. Seine Anregungen, Denkanstöße und Tipps machten deutlich, wie man durch neue Sichtweisen und kleine Veränderungen im Alltag das Leben ab sofort glücklicher und erfolgreicher gestalten kann.
Der kleine Abschied- und Seminarraum
Die aufgelockerte Stimmung hat den Appetit auf das leckere Buffet deutlich gesteigert. So hatten die Gäste eine gute Gelegenheit ihre Gespräche untereinander fortzuführen und auch neue Kontakte zu knüpfen. Gut gestärkt nahmen viele Teilnehmer das Angebot einer Führung durch die Räume des Centrums wahr.
Beispiel für Urnen-Dekoration
Dabei besichtigten sie nicht nur die Beratungs-, Abschied- und Veranstaltungsräume, sondern dürften auch einen Blick hinter die Kulissen, in die Technik und Versorgung werfen. Selbstverständlich befand sich zu dem Zeitpunkt kein Leichnam im Centrum. Eine kleine Ausstellung mit Beispielen für Urnen- und Sargedekorationen rundeten die Führung ab.
In einem weiteren Beitrag werde ich Ihnen gerne erläutern, was die Räume im Centrum so besonders macht und welche Konzeption ihrer Gestaltung zugrunde liegt.
Veröffentlicht unter Abschied, Bestattung, Information über..., Trauerkultur, Werbung
Verschlagwortet mit abschied, Bestatter, centrum leben abschied, Heuse Bestattungen, Leben, Lebensmut, Tod, Trauer, veranstaltung
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